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Beispiel 1griech.: Einfachheit, Schlichtheit
Litotes:
Trope: Ersetzung eines Ausdrucks durch Verneinung des Gegenteils zur Bekräftigung des Gemeinten
Durch die Darstellung eines Sachverhalts mittels doppelter Negation wird bei der Litotes absichtlich eine Untertreibung (understatement) herbeigeführt. Doch obwohl das eigentlich Gemeinte (prima facie) abgemildert wird, schränkt eine solche Abschwächung die Aussage inhaltlich nicht ein, sondern führt zu einer indirekten und somit weniger angreifbaren Betonung des Gesagten.
Oft hat die Litotes eine ironisierende Wirkung und kann es dem Sprecher ermöglichen, eine überlegene Haltung einzunehmen oder mit einer verschleiernden Formulierung eine direkte Stellungnahme zu umgehen. Eng verwandt mit der
Ironie
Trope: Ersetzung des eigentlichen Ausdrucks durch dessen Gegenteil oder Negation
, unterscheidet sich die Litotes aber insofern von ihr, als bei der Ironie die eigentliche Aussage durch ihr Gegenteil ersetzt wird, während die Litotes über ein bloßes Gegensatzverhältnis hinausgeht.Ähnlich wie bei der
Hyperbel
Trope: Ersetzung des eigentlichen Ausdrucks durch einen diesen steigernden oder übersteigenden
, die in gewisser Weise das Gegenstück zur Litotes bildet, sind viele litotische Formulierungen in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen (etwa wenn eine allseits bekannte Person als „nicht unbekannt“ oder eine große Angelegenheit als „keine Kleinigkeit“ bezeichnet wird, vgl.
Katachrese
). |
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| © Uwe Spörl |
| Letzte Änderung am: 08.04.2007 |
Litotes:
Trope: Ersetzung eines Ausdrucks durch Verneinung des Gegenteils zur Bekräftigung des Gemeinten
Beispiel Litotes