Hamartia Intrige Pathos

-> Pathos: In der Tragödientheorie die Abschnitte des Dramas, die durch die Darstellung von Tod und schwerem Leid im Zuschauer die Affekte von Jammer, Schauder, Furcht und Mitleid auslösen.

Der ursprüngliche griechische Ausdruck bezeichnet Leid, Leidenschaft und Ergriffensein. Entsprechend nennt man den geballten Ausdruck extremer Emotionen in Rede, Ausdruck und Gestik pathetisches Sprechen. In der antiken Tragödie galt diese der Darstellung des Schmerzes des Helden, deren rhetorisches Ziel die entsprechende Wirkung auf das Publikum war. Entsprechend der Katharsis-Lehre hatte diese Wirkung eine zentrale Funktion in der antiken Dramatik, die sich in der Dramentheorie bis ins 20. Jh. erhält.
Pathos auf der Bühne kann handlungsfördernd sein, da der moralische Widerstand gegen das Leiden damit gezeigt wird, andererseits kommt es in der Dramengeschichte zu zunehmender Rationalisierung, Psychologisierung und teilweise auch Moralisierung, die letztendlich auch die Verwendung und Funktion pathetischer Sprechakte verändern.
Während Schiller das Pathetische noch als Kategorie kennt, wird es mit der Lösung von der Ständeklausel und der Privatisierung von Konflikten und
 Katastrophe
 Tragisches Ende des Dramas mit dem Tod mindestens eines Protagonisten.
Katastrophe
n letztlich unangemessen.
© Martin Huber, Elisabeth Böhm
Letzte Änderung am: 09.09.2007
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