Drama  ->  Personal und Handlung  -> Haupt- und Nebenfiguren
Figurenkonstellation Haupt- und Nebenfiguren Protagonist und Antagonist Ständeklausel und Fallhöhe Deus ex machina Hamartia, Intrige, Pathos Spiel im Spiel, Illusionsbrechung Motivierung, Kausalität

-> Hauptfiguren: Die zentralen Figuren des Dramas, um die sich die Haupthandlung dreht und die entsprechend die größten Textanteile haben.

Die Hauptfiguren des Dramas sind mindestens Protagonist und Antagonist, meist die aktiv handelnden Figuren bzw. diejenigen, um die sich die Intrige entspinnt. Allerdings muss differenziert werden, da eine zentrale Figur weitgehend passiv und doch die Hauptfigur bleiben kann (Emilia Galotti), wohingegen ein Handlanger die eigentlichen Taten ausführen mag, ohne dadurch zentrale Funktion zu übernehmen.
Die Hauptfiguren begründen also Intrige und Konflikt und stehen zentral in deren weiterer Entwicklung bzw. Lösung, vertreten eigene Interessen und machen diese dem Publikum in deutlicher Weise bekannt.
-> Nebenfiguren: Den Hauptfiguren zur Seite gestellte Figuren, die oft eher einen dramaturgischen Zweck erfüllen als persönlich plastisch zu werden.

Nebenfiguren nehmen in der Regel eine den Hauptfiguren beigeordnete Stellung ein, handeln eher in deren Auftrag als eigenständig und verfügen über einen vergleichsweise geringeren Textanteil. Da es sich oft um Diener, Boten oder typisierte Figuren handelt, treten sie dem Publikum weniger plastisch entgegen als die Hauptfiguren. Sind Figuren nur als Träger einer einzigen, begrenzten Funktion zu sehen, spricht man auch von Funktionsfiguren. In den zentralen Konflikt sind Nebenfiguren entweder gar nicht oder nur wenig verstrickt bzw. über die Hauptfigur, der sie zugeordnet sind. Dabei tragen sie, z.B. als Dialogpartner in der Vertrautenrede oder Überbringer von Nachrichten dramaturgische Funktion, die entweder für die dramatische Kommunikation oder den Fortgang der Handlung notwendig ist.
© Martin Huber, Elisabeth Böhm
Letzte Änderung am: 26.10.2005
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