Der Erzähltext
Discours/Erzeugungstechniken
Modus
Fokalisierung
Interne Fokalisierung| Nullfokalisierung | Interne Fokalisierung | Externe Fokalisierung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Interne Fokalisierung:
Die Wahrnehmung ist an eine Figur
gebunden. Informationen über das „Innenleben“ der Figur werden gegeben. Der
Erzähler weiß also ebenso viel / nimmt ebenso viel wahr wie die
Figur.
Das im Text Geschilderte
lässt Rückschlüsse zu auf denjenigen, der es wahrnimmt. Insbesondere gilt dies,
wenn nicht nur Sachverhalte der äußeren Welt, sondern auch der Innenwelt einer
Figur erzählt werden.
Im
Fall der der dominant internen Fokalisierung lassen sich noch zwei
1
Formen
unterscheiden:
Fixierte interne Fokalisierung:
Die Wahrnehmung bleibt während
des ganzen Textes an eine Figur
gebunden.
Diese Form findet sich
seit dem 19. Jahrhundert häufig. Ein Beispiel ist Der grüne Heinrich von Gottfried
Keller.
Variable interne Fokalisierung:
Die Fokalisierung wechselt
chronologisch fortschreitend zwischen
Figuren.
Die variable interne
Fokalisierung ist insbesondere vor dem 19. Jahrhundert sehr häufig. Beispiele
sind Johann Gottfried Schnabels Die wunderliche
Fata einiger Seefahrer, Johann Wolfgang von Goethes
Unterhaltungen deutscher
Ausgewanderten, aber auch Fontanes Effi
Briest.
Einen Sonderfall der variablen internen
Fokalisierung stellt die ‚multiple interne Fokalisierung’
dar.
Multiple interne Fokalisierung:
Fokalisierungsform bei der das
gleiche Geschehen wiederholt dargestellt wird und zwar jeweils aus der
Perspektive einer anderen
Figur.
Beispiele: Christoph
Hein: Horns Ende, Jonathan Safran Foer
Everything is illuminated (teilweise),
Alexa Hennig von Lange: Relax
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||