Alliteration Anakoluth Anapher Apostrophe Asyndeton Chiasmus Inversion Klimax Parallelismus Pleonasmus praeteritio Vergleich Antithese

griech.: nicht folgerichtig
-> Anakoluth: Wortfigur: grammatikalisch unkorrekte Gestaltung einer syntaktischen Einheit („Satzbruch“)

Das Anakoluth stellt eine (bewusste) Störung des syntaktisch üblichen bzw. grammatikalisch korrekten Satzbaus dar. Die ursprünglich geplante Satzkonstruktion wird während des Sprechens unerwartet verändert, sodass sich die neu entstehende Äußerung nicht bruchlos in das Satzgefüge integrieren lässt. Es erfolgt jedoch kein vollständiger Abbruch des Satzes.
Diese Wortfigur ist kennzeichnend für die mündliche Alltagssprache, wo sie für gewöhnlich als (lässlicher) stilistischer Fehler auftritt. Rhetorisch und literarisch dient sie zumeist der Repräsentation einer sozial geprägten oder emotional bestimmten Redeweise – etwa um Dramenfiguren entsprechend zu charakterisieren. So verhilft beispielsweise die sprachliche Darstellung eines plötzlich auftretenden Gedankens dem Sprecher zu Lebhaftigkeit und Authentizität.
© Uwe Spörl
Letzte Änderung am: 08.04.2007
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