Alliteration Anakoluth Anapher Apostrophe Asyndeton Chiasmus Inversion Klimax Parallelismus Pleonasmus praeteritio Vergleich Antithese

-> Vergleich: Wort-/Gedankenfigur: nähere Bestimmung eines Gegenstandes durch einen ihm ähnlichen Gegenstand

Unter Verwendung von Vergleichspartikeln (im Deutschen meist „wie“) werden bei einem Vergleich zwei verschiedene Gegenstandsbereiche miteinander verknüpft, die mindestens eine (semantische) Gemeinsamkeit, das so genannte tertium comparationis (lat.: das Dritte des Vergleichs), aufweisen. Eine solche übereinstimmende Eigenschaft kann explizit genannt (z. B. „so groß wie“) oder auch ausgespart und somit implizit sein. Die beiden zu vergleichenden Sachverhalte oder Gegenstände hingegen müssen aufgeführt werden, so dass sich insgesamt eine Struktur wie ‚A wie B (unter dem Vergleichskriterium C)’ ergibt.
Der klassischen Rhetorik gilt die
 Metapher
 Trope: Ersetzung des eigentlichen Ausdrucks durch einen anderen Ausdruck, der mit ihm in einer Ähnlichkeits- oder Analogiebeziehung steht
Metapher
als verkürzter Vergleich. Und tatsächlich ähneln sich die Figur des Vergleichs und die
 (rhetorische) Trope
 Abweichung von der sprachlichen Normalform auf der paradigmatischen/semantischen Ebene
Trope
der Metapher durch ihre gemeinsame Bezugnahme auf (z. T. überraschende) Ähnlichkeiten. Im Unterschied zum Vergleich fehlt bei der Metapher jedoch die Vergleichspartikel, so dass der Vergleichsgegenstand mit dem näher zu bestimmenden Gegenstand identifiziert wird und somit der Vergleichsgegenstand das tertium comparationis ersetzt: ‚A ist B, gemeint: C’.
Ziel eines Vergleichs ist in der Regel die Veranschaulichung oder nähere Bestimmung eines Gegenstandes oder Sachverhalts.
Erstreckt sich der Vergleich über längere Textpassagen und nennt dabei mehrere Einzelmomente (A, A’, A’’ etc.), die mit mehreren korrespondierenden Momenten des Vergleichsgegenstandes (B, B’, B’’ etc.) in Verbindung gebracht werden, spricht man von einem Gleichnis.
© Uwe Spörl
Letzte Änderung am: 08.04.2007
Print Mich!