Drama  ->  Personal und Handlung  -> Deus ex machina
Figurenkonstellation Haupt- und Nebenfiguren Protagonist und Antagonist Ständeklausel und Fallhöhe Deus ex machina Hamartia, Intrige, Pathos Spiel im Spiel, Illusionsbrechung Motivierung, Kausalität
-> Deus ex machina: Unvorbereiteter Auftritt eines Gottes im griechischen Drama, der oft mit Hilfe von speziellen Maschinen der Bühnentechnik inszeniert wurde und der eine Aporie, also eine anscheinend ausweglose Konfliktsituation, der dramatischen Handlung lösen kann.

Der ‚Gott aus der Maschinerie’ hatte in antiken Dramen die Funktion, ohne dramaturgische Vorbereitung oder Motivation in den Gang der Handlung überraschend einzugreifen und so eine ausweglos erscheinende Situation zu verändern und eine (meist positive) Lösung herbeizuführen oder zu verkünden. Eine logische Begründung für sein Auftreten wird nicht gefordert. Allerdings gilt er als Verkörperung einer höheren Macht oder moralischen Instanz, die der Konzeption des jeweiligen Dramas zu Grunde liegt.
Heute wird der Begriff auch für funktionsgleiche Szenen bzw. Auftritte verwendet, ohne dass es einer fiktiven höheren Macht bedürfte. So kann Brechts ‚reitender Bote’ diese Funktion ebenso erfüllen wie der Minister in Beethovens Oper Fidelio.
© Martin Huber, Elisabeth Böhm
Letzte Änderung am: 29.10.2005
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