Drama  ->  Dramenformen und Gliederungseinheiten  -> Theater auf dem Theater
Akt, Szene, Auftritt Offene und geschlossene Form Drei Einheiten Authentizitätspostulat Exposition, Steigerung, Höhe-/Wendepunkt, retardierendes Moment, Katastrophe Chor Prolog und Epilog Theater auf dem Theater
-> Theater auf dem Theater: In der Dramenhandlung verankertes Schauspiel auf der Bühne, das für diese deutende, kommentierende oder selbstreferentielle Funktion übernehmen kann.

Das Theater auf dem Theater, also eine auf der eigentlichen Bühne dargestellte dramatische Handlung, verdoppelt die dramatische Kommunikationsstruktur, indem es diese auf der Bühne reproduziert und so Darsteller wiederum zu Darstellern und Zuschauern macht. Es macht innerhalb der primären eine zweite Fiktionsebene auf. Damit kann die primäre Dramenhandlung kommentiert, auf diese eingewirkt, oder sie in illusionsbrechender Weise als Inszenierung entlarvt werden.
Von den Dramen Shakespeares (Hamlet, Ein Sommernachtstraum) übernahmen die Romantiker (Tieck: Der gestiefelte Kater) diese Möglichkeit, im Stück selbstreferentiell auf das dramatische Kommunikationsmodell zu verweisen. Die zusätzliche Fiktionsebene verweist zunächst auf das eigentliche Stück als Fiktion, dann aber auch auf die Möglichkeiten der Wirkung von ‚Theater’ auf ‚Realität’.
© b
Letzte Änderung am: 19.12.2005
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