Figurenmodelle Figurale Schemata Situative Schemata
-> Figurale Schemata: Figuren- oder personenbezogenen Regelmäßigkeitsannahmen.

Beispiele für figurale Schemata sind z.B. Annahmen wie „größere Mengen Alkohol zu trinken, macht betrunken“, „Menschen sind sterblich“ oder „Beim beamen löst man sich vorübergehend auf“. Diese ‚figuralen Schemata’ können auch komplexer sein, aber sie beschreiben keinen Typus, sondern bilden andere Informationszusammenhänge.
Insbesondere der Schluss vom sinnlich wahrnehmbaren Äußeren aufs Innere ist häufig durch solche figuralen Schemata geleitet. So wird ein Satz wie „er leugnete lautstark, konnte aber ihrem Blick nicht standhalten“ den Leser veranlassen, aus seinem psychologischen Wissen ein Schema etwa der Art abzurufen: Wer die Wahrheit sagt, kann dem anderen auch erhobenen Blickes in die Augen sehen - der Lügner aber häufig nicht. Ganz offensichtlich kann dieses Wissen auch auf bestimmte Formen fiktionaler Welten eingeschränkt sein, z.B. „Vampire sterben, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt werden“.
© Fotis Jannidis, Uwe Spörl, Katrin Fischer
Letzte Änderung am: 20.10.2005
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