Früheres Erzählen Späteres Erzählen Gleichzeitiges Erzählen Eingeschobenes Erzählen
-> Gleichzeitiges Erzählen: Der Zeitpunkt des Erzählens fällt erkennbar und weitgehend mit dem des Erzählten zusammen.

Diese Verteilung der Zeitverhältnisse zwischen dem Erzählen und dem Erzählten hat sich erst in der Moderne ausgebreitet. Sie wird im Allgemeinen durch Verwendung des Präsens markiert. Da das Präsens aber auch als Historisches Präsens Verwendung finden und das übliche Präteritum äquivalent ersetzen kann, reicht das Präsens alleine nicht aus, um die Gleichzeitigkeit von Erzählen und Erzähltem erkennbar zu machen, so dass auch die spezifische Präsentation des Erzählten als Gleichzeitiges relevant wird. Dies ist etwa dann der Fall, wenn - ähnlich einer Live-Reportage - Fakten, Beobachtungen oder auch Gedanken so wiedergegeben werden, das die jeweilige Erzählzeit der jeweiligen erzählten Zeit der einzelnen Elemente erkennbar korrespondiert.
© Fotis Jannidis, Uwe Spörl, Katrin Fischer
Letzte Änderung am: 08.09.2005
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