Fragestellung Hat man es in diesem Bewusstseinsbericht Wilhelms mit einer
Anachronie
Umstellungen in der chronologischen Ordnung im Discours gegenüber der Histoire. Entweder Prolepsen (Vorgriffe) oder Analepsen (Rückblenden)
Anachronie
zu tun und wenn ja mit welcher Form?


Textbeispiel
So groß war seine Leidenschaft, so rein seine Überzeugung, er handle vollkommen recht, sich dem Drucke seines bisherigen Lebens zu entziehen und einer neuen, edlern Bahn zu folgen, daß sein Gewissen sich nicht im mindesten regte, keine Sorge in ihm entstand, ja daß er vielmehr diesen Betrug für heilig hielt. Er war gewiß, daß ihn Eltern und Verwandte in der Folge für diesen Schritt preisen und segnen sollten, er erkannte den Wink eines leitenden Schicksals an diesen zusammentreffenden Umständen.
Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre (1, 11)


Es handelt sich um eine
Analepse
Ein Ereignis, das sich in der Geschichte früher ereignet hat, wird im Discours an späterer Stelle dargestellt. (B A C) Im Gegensatz zu Prolepsen sind Analepsen ein häufig angewendetes Erzählverfahren.
Analepse
.


Es handelt sich um eine
Prolepse
Ein Ereignis, das sich in der Geschichte erst noch ereignen wird, wird im Discours an früherer Stelle erzählt (A C B).
Prolepse
, weil Wilhelm hier Dinge vorwegnimmt, die einmal geschehen werden.


Es handelt sich weder um eine
Prolepse
Ein Ereignis, das sich in der Geschichte erst noch ereignen wird, wird im Discours an früherer Stelle erzählt (A C B).
Prolepse
noch um eine
Analepse
Ein Ereignis, das sich in der Geschichte früher ereignet hat, wird im Discours an späterer Stelle dargestellt. (B A C) Im Gegensatz zu Prolepsen sind Analepsen ein häufig angewendetes Erzählverfahren.
Analepse