Gliederungseinheiten
Seit der Antike ist es üblich, Dramen in verschiedene Teile zu gliedern. Waren es
damals noch die Chorepisoden und die von einzelnen Schauspielern gesprochenen Abschnitte,
deren Wechsel den Ablauf kennzeichnete, wurden später Aufzüge bzw. Akte, Szenen und
Auftritte die zentralen Gliederungseinheiten. Seit dem späten 19. Jahrhundert verliert
die Vorstellung einer bestimmten Handlungskurve für die Dramatik an Bedeutung, so
dass sich auch die Formen der Gliederung verändern. Häufig reihen sich mehrere gleichwertige
Abschnitte aneinander, die als Szenen oder Bilder bezeichnet sein können, manchmal
unterbrochen von Einlagen wie Songs, Filmszenen o.ä.. In zeitgenössischen Formen wie
der Performance ergibt sich die Gliederung nicht mehr aus einem vorgelagerten Text
sondern direkt in der Präsentation.
© Martin Huber, Elisabeth Böhm / Letzte inhaltliche Änderung am: 18.04.2007
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Gliederungseinheiten
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